10. August 2016

Balkonkissen

Dass ich gerne nähe, blieb auch in meinem Bekanntenkreis nicht lange verborgen. Immer wieder bekomme ich Anfragen für Nähtipps oder um Nähideen umzusetzen. So kam auch eine liebe Freundin auf mich zu, die nach dem Nähen von Wachstuch ihren Glauben an ihre Nähkünste fast verloren hat......

Sie wollte gerne Wachstuchkissen für ihre Balkonstühle haben. Die Idee hat sie aus dem www und fand sie für ihre Bedürfnisse perfekt: allwettertauglich, jahreszeitenunabhängig, pflegeleicht und farbenfroh!




Da sie für ihre Nähmaschine kein beschichtetes Nähfüsschen hat - und dieses ist das A und O für das Nähen von Wachstuch - durfte ich für sie die Kissen nähen.









 
Die 40x40 cm grossen Kissen verschloss ich auf der Rückseite einfach mit dem Hotelversschluss. Kein Reissverschluss, keine Knöpfe, kein Schischi..... Für mich bei Wachtuch immer wieder eine Herausforderung ist allerdings das Auskehren und Bügeln, so dass das Wachstuch nicht aussieht wie, ja wie? -  wie es eine Kuh in der "Schnorre" (Maul) gehabt hätte........wie wir hier zu sagen pflegen :-)....




Die vier Kissen verschönern nun schon geraume Zeit Kollegins Balkon, passen und sind unverwüstlich.



Gnüsseds!
Martina

7. August 2016

Endlich haben all die Kundenkarten ihren Platz gefunden......

Ich denke, hier gibt es viele, die einige - oder ziemlich viele - Kundenkarten besitzen, die einem in den jeweiligen Geschäften Vergünstigungen ermöglichen sollten....... 

Wenn man sie denn dabei hat.....



Meistens liess ich mir so eine Kundenkarte geben, habe sie dann aber auf meinem Pult gesammelt (weil das Portemonnaie eh schon am überquellen war) und als ich dann beim nächsten Einkauf profitieren wollte, suchte ich mich dumm und dämlich und hoffte auf die Kulanz des Verkäufers....... - und fand sie dann doch nicht.....

Jetzt ist mit diesem Prozedere fertig. Ich habe mir Täschchen genäht, in die meine Kundenkarten, meine Mitgliederkarten und auch meine Visitenkarten passen und die wunderbar in meiner Handtasche (denn die habe ich eh immer dabei) Platz finden.



Genäht habe ich sie im gleichen Prinzip, wie ich meine Pixibuchhüllen nähe. Etwas experimentiert habe ich allerdings mit den Einlagevliesen und den Verschlüssen.

Das Pinke und das Türkise habe ich mit Volumenvlies H630 verstärkt. Das sieht etwas flauschiger aus, ist von der Haptik (welche schönes Wort :-).....) her total schön, aber tatsächlich nicht unbedingt nötig. Das Grüne ist mit Vlieseline H250 verstärkt, welches durchaus reicht.




Bei den Verschlüssen überzeugt mich persönlich die schmale Gummischlaufe, die quer darüber gestülpt wird mehr, als das Gummiband längs. Aber beides hält und ist möglich. Was gefällt euch besser?



Zudem konnte ich so richtig in meiner Stoffrestekiste wühlen. Ein wunderbares Projekt also, um diesen Berg etwas zu verkleinern und in Erinnerungen zu schwelgen. Denn zu jedem Stöffchen dieser Kartentäschchen könnte ich etwas erzählen...... Wo ich es gekauft habe oder was ich schon daraus genäht habe (vom Oona-Kleidchen über ein Zucka-Röcklein bis zur RatzFatzTanztasche - ist alles und noch mehr dabei).

Und zu guter Letzt: Falls ihr jetzt auch Lust bekommt, in euren Stoffresten zu wühlen und alte Näh-Erinnerungen aufkommen zu lassen um euch ein gäbiges Kartentäschchen zu nähen, habe ich euch noch mein Zuschneidemuster fotografiert, so könnt ihr gleich loslegen. Viel Spass!



Herzliche Sommergrüsse
Martina

26. Juli 2016

Kleid Safari





Dieses tolle Tunika Kleid ist meine neuste Kreation. Ich habe das Schnittmuster auf dem Stoffmark in Weil am Rhein gekauft. Es ist von Kiseki.

Und dazu auch gleich den perfekten Stoff gefunden.



Der Stoff ist aus Seide und es war ein Restposten. Ich habe ihn zu einem Schnäppchenpreis erhalten. Glück muss man haben :-).





 Das Zuschneiden und das Nähen war gar nicht so einfach, denn die Seide ist doch etwas rutschig. Ich musste aufpassen, dass ich den Stoff gleichmässig zuschneiden konnte und ihn ja nicht zerschnitt.
 

Die Anleitung zum Nähen hat mich sehr enttäuscht. Wenn man nicht bereits Näherfahrung hat, wird es schwierig diese Tunika zu nähen.





Rechtzeitig auf die Sommerferien ist nun das luftig, leichte Tunika Kleid fertig geworden und es passt nun super zu den heissen Temperaturen.






Ich wünsche euch schöne Sommerferien und schicke liebe Grüsse.
Eure Yvonne

12. Juli 2016

12 von 12 im Juli 2016

Heute ist der 12. Juli und zum 12. des Monats gehört schlicht und einfach 12von12!

Kurz und knapp ein paar - also eigentlich genau zwölf - Bilder meines Tages - an dem ich persönlich eher schlecht als recht auf den Beinen war. Aber das eine oder andere musste trotzdem gemacht, erledigt oder organisiert werden.

Die lettzen Handgriffe für das neue Shirt...... Hoffentlich gefällts......
 
Das letzte - dringend benötigte - Paket vor den Ferien trudelt ein......


Draussen regnet es derweil Bindfäden......

Sommerferien-Zeit heisst bei uns auch Ferienpass-Zeit. Heute gehts zur......

......Polizei....

Zu Hause wird die Zeit genossen und enlich wieder mal ausgiebig gespielt.

.......oder gezeichnet.......

Sommerfrüchte zum Zvieri. Mmmmmmh......

Der Prunkwinde ist das Wetter egal - heute öffnete sie ihre erste Blüte......

Noch etwas analoge Post erledigt.....

......und dann konnte ich es doch nicht ganz lassen und habe noch ein klein wenig zugeschnitten.....

Und nun freue ich mich auf dieses Buch - den Tipp dazu bekam ich dank diverser Blogs......

Vielen Dank euch allen fürs Vorbeischauen!
Wer Lust hat, noch andere Bilder vom 12. des Monats zu sehen, ist hier bei "Draussen nur Kännchen" gut aufgehoben.

Bleibt gesund!
Martina

2. Juli 2016

Swissness - Etui

Tochterkind ist mir genügend lange in den Ohren gelegen, dass sie doch endlich auch mal so ein Etui will, in dem man einfach alle Stifte hineinwerfen kann......

Aber einfach "so ein Etui" konnte es dann doch nicht werden, es musste etwas Besonderes her.....




Vor Jahren schon hatte ich mal mit Schnipselflächen experimentiert und Nécessaires hergestellt. Genau so ein Schnipselflächen-Etui wollte ich nun nähen. Die Papierli dazu hatte ich zwar noch nicht gesammelt, aber im Schrank lagerten unsere Hustenbonbons und die wickelte ich einfach aus. Die "Ricolazältli" oder eben Bonbons kommen hoffentlich erst wieder im Winter in Einsatz.....

Die Einwickelpapiere habe ich nach dem Öffnen (Achtung sorgfältig, sie reissen gerne) zuerst auf niederer Stufe gebügelt - was zu einigem Kopfschütteln der anderen Familienmitglieder geführt hat.........



..........Und habe sie danach auf ein 28x28cm grosses Wachstuch geklebt. Als Wachstuch, bzw. beschichteten Baumwollstoff habe ich leider eine relativ weiche, dünne Qualität gewählt. Mehr Stabilität bekäme das Etui sicher durch Blachenstoff oder ein etwas festeres Wachstuch. Dabei klebte ich die Papierli auf die Rückseite des Wachstuches, damit die plastifizierte Seite innen im Etui sichtbar ist.

Über die ganze Schnipselfäche klebte ich ganz normale Klebfolie und nähte dann die einzelnen Papierkanten ab. Dazu hat mir einmal mehr das beschichtete Nähfüsschen gute Dienste geleistet.




Jetzt nähte ich das Etui wie jedes andere Etui, welches aus Blachen, Wachstuch oder Stoff genäht wird, zusammen. Also zuerst den Reissverschluss eingenäht, dann die Seitenkanten aufeinander genäht und zu guter Letzt 4x die Ecken abgenäht. Da nichts ausfranst muss auch nirgends versäubert werden.




Dann das Etui sorgfältig auskehren, einen Reissverschlussbaumler anbringen und mit Stiften füllen.......



Das Etui wird geliebt und ist schon mit diversem Glitzerkrams gefüllt.....

Ein wunderbares Wochenende
Martina



27. Juni 2016

Türstopper

Einen Türstopper habe ich genäht - ja. Nie hätte ich gedacht, dass ich sowas je nähen würde. Aber sag niemals nie! Dieses Sprichwort hat sich wieder einmal bewahrheitet.

Im Frühling richteten wir für unser Tochterkind ein neues Zimmer ein. Vorher war das unser Büro und die Türe dazu war entweder richtig zu oder richtig offen - kein Zwischendings.....

Seit Tochterkind darin nächtigt, hat sie es gerne, wenn die Tür in der Nacht so halb offen ist - man weiss ja nie...... ;-)...... Jetzt ist aber wohl unser Haus schräg ......oder vielleicht eher der Türrahmen.... Auf alle Fälle bleibt die Tür nicht einen spaltbreit zu, nein, sie ging immer wieder ganz auf.


Also habe ich zuerst mit einem mit Reis gefülltem Plastiksäckli abgeholfen. Stylish nicht besonders hübsch, aber das Säckli hat den Test bestanden, meine Konstruktion war perfekt und die Türe blieb nun dort wo sie sollte


Nun konnte ich das natürlich nicht bei diesem Plastiksäckli lassen. Ich nähte ein Stoffsäckli, verzierte das Ganze noch etwas mit Sternen und Spitzen, verstärkte die Öse mit Snappap und befestigte zu guter Letzt eine Kordel in der Öse.


Jetzt hängt das Türstopper-Säckchen innen an der Zimmertüre, angemacht an der Türfalle und die Türe ist jetzt immer dort, wo wir sie haben wollen. 

Habt eine gute Woche!
Martina

Schnitt: Eigener
Stoffe: von "Zwergenstoffe" und aus meinem Fundus....

21. Juni 2016

Fussball-Trikot....



Seit an der EM in Frankreich grad reihenweise die Fussballtrikots der Schweizer während des Matches rissen, sind die Leibchen und dessen Hersteller in aller Munde....... Mein heutiger Post ist also sehr aktuell :-)!





Denn - ich habe auch ein Fussball-Leibchen genäht - und hoffe, dass meine Qualität etwas besser ist und nicht beim ersten Mal zerren schon reisst......;-) Den Stoff habe ich auf dem letzten Stoffmarkt gefunden und für meinen ziemlich fussballbegeisterten Sohnemann mit nach Hause genommen.

Als die Temepraturen wärmer wurden (ja, das gab es mal.....) und so auch die Pyjamas kürzer, passte meinem grossen Erstklässler kein Pyjama mehr richtig. Im Hinblick auf die Fussball-EM lag es logischerweise auf der Hand, dass es sicher ein Fussball-Pischi werden musste.


Aus dem Farbenmix-Schnitt XOLO (etwas vergrössert, da dieser nur bis Grösse 128 reicht) habe ich eine kurze Hose genäht. Und da ich die bin, die gerne noch hier und da etwas tüddelt, habe ich auf dem Hosenbein eine einfache Applikation aus dem späteren Shirt-Stoff aufgenäht und auf der Rückseite ein "Label" aus SnappPapp. Dieses SnappPapp in Labelform finde ich absolut spitzenmässig. Grossflächig hat es mich noch nicht so überzeugt.



Das Shirt nähte ich nach dem Schnitt HENRIC von Frau Liebstes. Diesen Schnitt habe ich schon mehrfach erprobt und er passt immer wie angegossen.

Auf dem Shirt habe ich Sohnemanns Lieblings-Fussball-Zahl aufgestickt - die 11. Ich bin ja überhaupt nicht fussballbegeistert, aber durch Sohnemann lerne ich sogar unsere Spieler kennen und kann ihnen sogar die richtigen Nummern zuordnen ;-) - die 11 hat übrigens Behrami......



Und dann kamen mein Sohnemann und ich in den Clinch...... Er wollte zwar des Schweizers 11, aber er wollte auch unbedingt eine Deutschland-Flagge darauf. Da mein Sohn manchmal noch zeimlich wankelmütig ist und ich mir nicht sicher war, ob das so bleiben wird, habe ich ihm ein weiteres SnappPapp-Label - etwas grösser - aufgenäht. Darauf hat er dann mit Farbstiften seine Deutschland-Flagge gezeichnet. Ob das die Wäsche aushält oder ob er nach jeder Wäsche eine neue Flagge aufzeichnen kann - ich weiss es (noch) nicht...... Aber mitunter hat er wirklich schon von anderen Länderflaggen gesprochen, die auch noch schön darauf wären ;-)......


Das Pyjama ist fertig, passt wunderbar und hat auch schon die erste Nacht im Bett verbracht - und hat den ersten Risstest tadellos überstanden!!

Euch allen weiterhin eine tolle Fussball-EM!

Martina

Schnitte: XOLO von Farbenmis und HENRIC von kibadoo
Stoffe: Stoffmarkt
Stickdatei: Zahlen für Jungs von "kunterbuntdesign"